Damit die KI nicht nach „irgendeiner KI" klingt, sondern nach dir, kannst du ihr deinen Stil beibringen. Dafür gibt es einen zentralen Ort: die KI-Einstellungen. Du findest sie im Menü unter Identität → Brand-Voice – am Rechner auch über Brand-Voice in der Leiste links. Alles, was du dort pflegst, fließt in den Caption-Assistenten, den Kampagnen-Assistenten und die Content-Vorschläge ein.
Ganz oben fasst eine Profilkarte „So schreibt deine KI" zusammen, was die KI gerade über dich weiß: aus welcher Perspektive sie spricht, welche Stil-Persona gilt und – sobald vorhanden – ein Zitat aus deinen Schreibproben. Darunter zeigt eine Fortschritts-Anzeige, wie viel schon eingerichtet ist und was noch fehlt. Dann führt dich die Seite in fünf nummerierten Schritten durch dein Setup. Deine Änderungen sicherst du mit Speichern ganz rechts in der Leiste unten.
Schritt 1: Marke & Perspektive
Zuerst legst du fest, wer in deinen Texten spricht:
- Marken- / Absender-Name – der Name, unter dem dein Content erscheint (zum Beispiel dein Firmenname oder dein Creator-Name).
- Schreib-Perspektive – aus welcher Sicht geschrieben wird: in der Ich-Form (die Marke oder Person spricht selbst), in der Wir-Form (Team oder Unternehmen sprechen gemeinsam) oder neutral (keine Selbstansprache). Wenn du nichts festlegst, entscheidet die KI je nach Kontext.
Damit ist bei jeder Caption klar, ob es „ich zeige euch" oder „wir zeigen euch" heißt – eine der häufigsten Stellen, an denen KI-Texte sonst danebenliegen.
Schritt 2: Team-Kontext
Ein freies Textfeld für alles, was die KI über deine Marke wissen sollte: Wofür ihr steht, was ihr (nicht) sagt, wiederkehrende Themen.
Schritt 3: Stil-Persona
Optional gibst du deinem Team eine Stil-Persona – einen kuratierten Schreibstil mit festen Regeln für Länge und Aufbau. Die Persona liefert die Struktur, deine Schreibproben sind die Stimme darin – bei einem Stil-Widerspruch gewinnen die Proben.
Schritt 4: Schreibproben
Ein paar kurze Beispiele in deinen eigenen Worten (zum Beispiel eine spontane kleine Anekdote, eine echte Beschwerde über irgendwas, oder eine deiner bestehenden Captions). Daran lernt die KI, wie du schreibst: Wortwahl, Anrede (du oder Sie), wie viele Emojis, welcher Rhythmus.
Wichtig: Schreibproben zeigen der KI das Wie, nicht das Was. Sie geben den Ton vor, nicht die Inhalte – die kommen weiterhin von dir bzw. aus dem Briefing.
Die Schreibproben wirken immer und wiegen schwerer als alles andere – selbst wenn die KI deine erfolgreichen Posts einbezieht, gewinnt deine eigene Stimme.
Schritt 5: Projekt-Kontexte
Jedes Projekt kann zusätzlich einen eigenen KI-Kontext haben – was nur für dieses Projekt gilt, etwa die Besonderheiten eines bestimmten Kunden oder einer Kampagne. Dieser Kontext kommt oben auf den Team-Kontext. Du pflegst ihn direkt in den KI-Einstellungen oder wie gewohnt über das Funkel-Symbol im Projekt-Kopf.
Ausprobieren im Test-Studio
Unter den fünf Schritten findest du das Test-Studio: Beschreibe kurz ein Thema und tippe in der Leiste unten auf Probe schreiben – die KI schreibt eine Probe-Caption mit deinem gespeicherten Ton. Jede Probe nutzt eine deiner täglichen Caption-Einheiten. So merkst du sofort, ob Perspektive, Ton und Stil schon sitzen – ohne einen echten Post anzufassen.
Einmal einrichten, überall spürbar
Du musst das nur einmal pflegen. Danach klingen Caption-Vorschläge, Kampagnen-Ideen und Content-Vorschläge automatisch nach deiner Marke – ohne dass du bei jedem Aufruf den Ton neu erklären musst.
Tipp: Lieber ein paar echte, ungeschönte Beispiele als perfekt poliertes Marketing-Deutsch. Je natürlicher die Proben, desto treffender der Ton.